Vereinsberichte

Offener Brief von I. Rutschmann-Wittig

Liebe Freunde, liebe Weggefährten, liebe "Bulli in Not" Mitglieder,

es scheint mir an der Zeit, mich an Euch zu wenden. In letzter Zeit wurde ich mehrfach darauf angesprochen, warum Bulli in Not sich vorwiegend, sehr vermehrt in den letzten zwei bis drei Jahren um Windhunde, speziell Galgo und Greyhound, kümmert.

Ich selbst arbeite seit mehr als zwanzig Jahren im Tierschutz - anfänglich Ende der 80er Jahre im Tierheim Sinsheim, danach als Angestellte im Tierheim Heidelberg - und kümmerte mich in dieser Zeit hauptsächlich um Bulli und Co (habe seit 1982 Bullis), sehr vermehrt dann ab 1990 - das Jahr der ersten Landesverordnungen -, führte in diesen Jahren zwei Prozesse gegen das Land Baden-Würtemberg - einige von Euch haben diese sehr bewegten Zeiten miterlebt und auf zahlreichen Kundgebungen von Stuttgart bis Düsseldorf mitgetragen, einschließlich einiger kurioser Treffen mit Ministern unseres Landes bis zum Oberstaatsanwalt.

Wir haben in all diesen Jahren vielen vielen Bullis das Leben gerettet, was durch die Möglichkeit meiner Arbeit in den jeweiligen Tierheimen gut und sehr spontan möglich war. Vom Tierheim München bis Berlin haben wir Hunde bei uns aufgenommen, nicht immer zur Freude der jeweiligen etwas kleinkarierten Vorstände unserer Tierschutzvereine. Es war wahrlich nicht leicht, aber ich bin diesen Weg immer mit treuen Gefährten zu meiner Seite unbeirrt weitergegangen.

Seit vier bis fünf jahren nun arbeite ich nicht mehr in einem Tierheim,das heißt,ich habe nicht mehr die Möglichkeit,bei Anruf jedweden erwachsenen Bulli oder Staff bei mir aufzunehmen.

Wir arbeiten seit Gründung unseres eingetragenen Vereins ausschließlich mit privaten Pflegestellen. In der Anfangszeit wurden uns noch viele Welpen oder Junghunde unserer Rassen angeboten, die wir auch je nach freier Kapazität natürlich aufnahmen.

Unseren Pflegestellen ist es meist nicht möglich, erwachsene Staffis zu ihren eigenen Hunden dazu zu setzen, zumal diese oft gar keinen Wesenstest haben und wir hier von der rechtlichen Seite her gar nicht aufnehmen dürfen. Was irgendwie geht, wird natürlich gemacht - so kam Reik zu seiner Gerda und Gisela zu ihrem Opa Sam, nur zwei Beispiele der letzten Monate.

Sollte doch noch jemand einen Bulli oder Staff bei sich aufnehmen können, so bin ich "Gott froh" wenn er sich bei mir meldet!!!!!!!!!!

Vor sechs oder sieben Jahren nun - Zufall, Schicksal oder Fügung - wurde ich auf das Schicksal der Windhunde aufmerksam. Danke Silke für meine Juno. Bis dato dachte ich, Windhunde liegen dekorativ vor Kaminen in Villen exzentrischer Menschen. Weit gefehlt, sie fristen ein erbärmliches Dasein unter unsäglichen Qualen in ihren jeweiligen Ursprungsländern, was wir an unseren drei Neuankömmlingen aus Spanien drastisch darstellen können - wir haben drei zertrümmerte Becken  - ein Hund ist gerade mal fünf Monate alt.

Hinzu kommt, dass diese Hunde ein so fantastisch,l iebevolles Wesen, dass wir sie in fast jede auch noch so unerfahrene Pflegestelle setzten können, mit ganz wenigen Ausnahmen.

Diese geschundenen Kreaturen bedürfen mit Sicherheit unserer Hilfe, es gibt so wenig Menschen oder Vereine die sich um diese Windhunde kümmern, die Lobby der süßen, kleinen Mischlinge, Retriever, Pudel, Berner oder gar Westies ist so viel größer, kaum einer erklärt sich spontan bereit dazu einen Windhund bei sich aufzunehmen.

Wie auch immer, mein Weg geht gewiss auch in diese Richtung, egal wie wir uns nennen, für mich steht mein Bulli auch synonym für gerade diese so geqüalten Geschöpfe, wer ausser ihm sollte es denn besser wissen.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr diesen Weg mit mir weitergeht, bin aber nicht böse oder gar beleidigt, wenn sich der eine oder andere doch anderswo orientieren will, sagt einfach kurz Bescheid, bei Sandra oder mir, aber hört bitte auf nur zu nörgeln oder zu "nölen".
Oder helft tatkräftig mit, eventuell auch als Pflegestelle, natürlich auch gerne für Bulli und Co.

 
In diesem Sinne euch allen alles Gute wo auch immer Euch Euer Weg hinführt.

 
Iris und die Wilde 12













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